Papierblatt – Holocaust-Überlebende berichten

Jizchak Haber

Jizchak Haber stammt aus Dynow in Polen und wurde im Jahr 1925 geboren. 1939 überfielen Nazis die Stadt, brannten die Synagoge nieder und ermordeten 300 bis 400 Juden. Als eines der »Kinder von Teheran« gelangte Haber nach einer Reise von insgesamt 20.000 Kilometern nach Israel.

Kurzbiografie

Jizchak Haber stammt aus Dynow in Polen und wurde im Jahr 1925 geboren. In der Nacht vom 18. zum 19. September 1939 überfielen Nazis die Stadt, brannten die Synagoge nieder und ermordeten 300 bis 400 Juden durch Hinrichtungskommandos im Wald. Grauenvolle Szenen spielten sich ab, der junge Jizchak überlebte und wurde von den Russen ins fast 5.000 Kilometer entfernte Nowosibirsk deportiert. Später ergab sich die Möglichkeit, zusammen mit Armee-Einheiten nach Teheran zu gelangen, von dort ging es schließlich per Schiff über Umwege nach Israel. Nachdem er von seiner Heimat aus insgesamt 20.000 Kilometer zurückgelegt hatte, kam er nach über drei Jahren, am 18. Februar 1943, als eines der »Kinder von Teheran« in Israel an. Heute lebt er als Witwer in einem Vorort von Haifa.