Papierblatt – Holocaust-Überlebende berichten

Themensuche: Ankunft in Auschwitz

Vardit Meir, 7:09 - 12:49

Meir (ca. 13-14) blieb bei ihrer Mutter. Ihre Schwester wurde von ihrem Freund abgeholt und ist zusammen mit diesem untergetaucht, ohne dass die Mutter etwas wusste. April 1943 mussten sich alle übrigen Juden im KZ Fürth in Holland melden, von wo aus sie nach Westerburg transportiert wurden. Am 07. April rief Meirs Bruder an und verlangte, dass Meir zu ihm kommen soll. Meirs Mutter benachrichtigte ihren Nachbarn, der sie zu ihrem Bruder brachte. Ihre Mutter meldete sich am 10. April in Fürth. Meir weiß heute, dass ihre Mutter nach Westerburg und von dort nach Auschwitz deportiert wurde. Sie hauste in Baracke 10, in der Dr. Mengele Versuche an den Frauen machte. Meir lernte später eine Mitinsassin ihrer Mutter in Shavei Zion kennen, diese wich ihr bei den Fragen über das Schicksal ihrer Mutter aus. Meirs Mutter starb auf dem Todesmarsch nach Ravensbrück.

Asher Ud, 24:52 - 26:30

Er wurde nun mit anderen in das KZ Auschwitz- Birkenau deportiert. Als sie aus dem Zug kamen, mussten sie an Soldat "Mengele" vorbei der mit einem Fingerzeichen über Leben und Tod entschied. Er blieb am Leben und man schor ihnen das Haar, nahm ihnen die Kleider weg und gab ihnen Haftkleidung. Er war im Lager "E" im 4. Block.

Magda Goldner, 10:33 - 11:29

Sie sind drei Tage lang gefahren. Wohin wussten sie nicht. In jedem Wagon stand ein Eimer, welchen man als Toilette benutzte und man ihn durch ein Loch im Boden ausschüttete. In anderen Wagons stand man so dicht aufeinander, dass wenn jemand stehend gestorben ist, er nicht umfallen konnte. Sie sind in Birkenau angekommen.

Mordechai Papirblat, 32:03 - 37:24

Sie kamen in Auschwitz an und eine Tage später folgte die erste Selektion. Ein wichtiger Besuch kam, Heinrich Himmler, Chef der Gestapo. Als Papirblat in Auschwitz ankam, gab es Birkenau und die anderen Lager noch nicht. Es gab lediglich ein kleines Krematorium. Ein Arzt ging an den Männern vorüber. Papirblat stellte sich auf die Zehenspitzen und zwickte sich vor der Inspektion in die Wangen, um größer und gesünder auszusehen. So entging er der Aussortierung, die durch eine Handbewegung des Arztes erfolgte. Die Aufnahme in Auschwitz war in polnischen Händen. Der Umgang mit den Juden war nicht freundlich. Papirblat wurde fotografiert und als politisch eingestuft. Als Papirblat hinfiel, wurde er geschlagen. Anschließend wurden die Nummern tätowiert. Die Bekleidung nutzen die Soldaten zu ihrer eigenen Belustigung und gaben Papirblat zu kleine Kleider oder anderen zu große gaben. Papirblat kam in den Block 18A, in dem die meisten Juden waren.

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