Papierblatt – Holocaust-Überlebende berichten

Material für den Unterricht

Allgemeine Informationen

Jugendliche »begegnen« konkreten Menschen und setzen sich mit persönlichen Lebensgeschichten auseinander: Menschen wie Asher Ud, Magda Goldner, Mordechai Papirblat, Vardit Meir und Amira Gezow. Das didaktische Begleitmaterial ermöglicht fachspezifische und fächerübergreifende Lernprozesse – entsprechend des aktuellen Bildungsplans für Baden-Württemberg.

Didaktische Hinweise für Lehrkräfte: Die Arbeit mit digitalen Zeitzeugenberichten im Unterricht über den Holocaust

Erstellt von Edeltraud Burkhardt und Thorsten Trautwein

Ausführliche Informationen über den Einsatz von www.papierblatt.de im Unterricht und die Thematisierung des Holocausts.

Unterrichtsmaterial

Amira Gezow/Charlotte Siesel: Aufgaben-Sammlung

Erstellt von Cornelia Geiger, Dorothee Völkner, Thorsten Trautwein

14 Aufgaben, die in mehreren Schulstunden bearbeitet werden können oder im Rahmen der nachfolgenden Unterrichtsentwürfe.

Amira Gezow: Unterrichtsentwurf A für 3 Doppelstunden

Erstellt von Cornelia Geiger, Dorothee Völkner, Thorsten Trautwein

Die Schüler erarbeiten anhand von Filmsequenzen des Lebensberichts von Amira Gezow und mit Hilfe von Zusatzmaterialien folgende Themen: 1. Familie und Leben von Amira Gezow; 2. Verlust des Besitzes, Phasen der Verfolgung von Juden; 3. Die Lagerhaft von Amira Gezow in Gurs und Rivesaltes (Amira Gezow) und die Erfahrungen von Magda Goldner im Konzentrationslager Auschwitz. Die Gefühle und Empfindungen der Schüler werden immer wieder thematisiert.

Amira Gezow: Unterrichtsentwurf B für 3 bis 4 Doppelstunden

Erstellt von Katja Armbruster, Martin Klinger, Carolin Schäffer

Der Unterrichtsentwurf konzipiert die Arbeit mit dem Videobericht einer Holocaust-Überlebenden analog der realen Begegnung mit einer Zeitzeugin. Dabei geht es nicht darum, die reale Begegnung zu simulieren, sondern den Schülern das Interview in weitgehend ungeschnittener Form zu präsentieren, um so die Person der Interviewten deutlicher hervortreten zu lassen. Angestrebt wird dadurch zweierlei: a) eine stärkere Hervorhebung der individuellen Geschichte der Zeitzeugin im Gegensatz zu einer größeren Betonung des Exemplarischen ihres Lebensberichts; b) eine große Offenheit für die Erkenntnisinteressen und konkreten Fragen der Schüler anstatt diese stärker auf einem »Lerngang durch das Material« zu führen.

Magda Goldner: Aufgaben-Sammlung

Erstellt von Dorothee Völkner, Thorsten Trautwein

15 Aufgaben, die in mehreren Schulstunden bearbeitet werden können.

Magda Goldner: Unterrichtsentwurf A für 2 Doppelstunden

Erstellt von Martin Klinger, Thorsten Trautwein

Die Schüler erarbeiten anhand von Filmsequenzen des Lebensberichts von Magda Goldner und mit Hilfe von Zusatzmaterialien folgende Themen: 1. Entwürdigung und Dehumanisierung als Werkzeuge des Holocausts: Die Erfahrungen von Magda Goldner im Konzentrationslager Auschwitz. 2. Die Erfahrungen von Magda Goldner mit Tätern, Mittätern und Zuschauern. Weiter werden ihre Erfahrungen mit denen Amira Gezows verglichen. Auseinandersetzung mit der Frage von Schuld und Verantwortung bis zur Gegenwart. Den Gefühlen und Empfindungen der Schüler wird dabei Raum gegeben.

Magda Goldner: Unterrichtsentwurf B für 3 Doppelstunden

Erstellt von Martin Klinger, Thorsten Trautwein

Die Schüler erarbeiten anhand von Videoausschnitten des Lebensberichts von Magda Goldner und mit Hilfe von Zusatzmaterialien in Einzelgruppen folgende Themen: 1. Entwürdigung und Dehumanisierung als Werkzeuge des Holocausts. 2. Die Erfahrungen von Magda Goldner mit Tätern, Mittätern, Zuschauern und Helfern. 3. Zwangsarbeit. Den Gefühlen und Empfindungen der Schüler wird dabei Raum gegeben.

Die Verfolgung der Juden im Kreis Calw: Unterrichtsentwurf mit Aufgaben

Erstellt von Gabriel Stängle

Dieser Unterrichtsentwurf für 5 Schulstunden behandelt die Situation der Juden im Landkreis Calw, von der Machtübernahme der NSDAP über die Phasen der Judenverfolgung bis hin zur Rolle der Kirche.

Aus der Vergangenheit lernen? Die Bedeutung und Herausforderung von Auschwitz für die individuelle und schulische Bildung

Vortrag von Prof. Dr. Reinhold Boschki (Universität Tübingen)

Der Hauptreferent der Papierblatt-Projektpräsentation am 28.6.2018 in Calw, Prof. Dr. Reinhold Boschki von der Universität Tübingen, machte die Ursprünge seiner akademischen Laufbahn an biografischen Aspekten fest: Der im Schwarzwald Aufgewachsene erfuhr von den Schattenseiten seines eigenen Wohnorts und dem Schicksal des Juden Paul Niedermann, der lange nicht über die traumatischen Ereignisse berichten konnte, später aber als Zeuge gegen Klaus Barbie, den sogenannten »Schlächter von Lyon« aussagte und in der Folge immer wieder Vorträge hielt.

Projektvorstellung durch Schuldekan Thorsten Trautwein

Anlässlich des Vortragsabends mit Tomi Breuer zum Holocaust-Gedenktag stellte Schuldekan und Projektpartner Thorsten Trautwein das Papierblatt-Projekt vor.

Projektvorstellung am 27. Januar 2019 in Bad Liebenzell, Deutschland.