Papierblatt – Holocaust-Überlebende berichten

Holocaust-Überlebende berichten

Ein Video-Archiv gegen das Vergessen

Zeitzeugen

Die Kamera läuft. Jüdische Menschen erzählen ihre Lebensgeschichte, berichten von den schrecklichen Ereignissen während der Naziherrschaft. Sie haben den Holocaust (die Schoah) überlebt.

Sechs Millionen Juden wurden umgebracht. Die Zeugnisse der Überlebenden dürfen nicht verloren gehen, sondern sollen die Erinnerung an damals wachhalten. Darum ist das Video-Projekt »Papierblatt« entstanden. »Papierblatt« ist ein jüdischer Nachname, der allein durch das Überleben von Mordechai Papirblat heute noch existiert. Ein Name als Denkmal! Ein Projekt gegen das Vergessen und gegen neu aufkeimenden Antisemitismus!

Überlebende – eine Übersicht

Sehen Sie hier Interviews mit Holocaust-Überlebenden in voller Länge:

Daniel Chanoch

1933 wurde Daniel Chanoch in Litauen geboren, wuchs in der jüdischen Gemeinde von Kovno auf. Ab 1941 lebte er im Ghetto, dann wurde die Familie nach Deutschland deportiert. Vater, Mutter und Schwester wurden in den KZs ermordet, nur er und sein Bruder Uri überlebten. 1946 betraten sie in Haifa israelischen Boden.

Vortrag am 10. Oktober 2016 in Calw, Deutschland.

Mordechai Ciechanower

Auschwitz überlebte er wahrscheinlich nur, weil er einem Dachdeckerkommando angehörte und im Konzentrationslager für Zwangsarbeit gebraucht wurde. In einem Dokumentarfilm wird Mordechai Ciechanower »Der Dachdecker von Birkenau« genannt. Eine gewisse Zeit verbrachte er im KZ Hailfingen-Tailfingen, weswegen er 2015 vom Förderverein nach Nagold eingeladen wurde.

Vortrag am 27. Juni 2015 in Nagold, Deutschland.

Ascher Engel

Ascher Engel wurde 1938 in Russland geboren. 1941 wurde er mit seiner Familie ins Lager gebracht. Dort war er bis März 1944. Für ihn war die Zeit im Lager sehr schwer, Spielzeug und Essen war auf einmal nicht mehr da. Er war noch ein sehr kleines Kind und für ihn hat sich plötzlich alles geändert.

Interview am 19. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Amira Gezow

Mit neun Jahren erlebte Amira Gezow die Reichspogromnacht. Im Oktober 1940 wurde die Familie gemeinsam mit über 6500 Juden aus dem südwestdeutschen Raum in das französische Internierungslager Gurs deportiert. In Zürich traf sie andere Jugendlichen in der jüdischen Jugendbewegung Hashomer Hazair. Als andere Jugendlichen direkt nach Kriegsende 1945 nach Israel auswandern wollten, schloss sie sich ihnen an.

Interview am 22. Juli 2013 im Kibbuz Eilon, Israel.

Magda Goldner

Magda Goldner stammt aus Levice in Ungarn. Als ungarische Jüdin wurde sie mit ihrer Familie im Jahre 1944 nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte mehrere Vernichtungsversuche ebenso die harte Zwangsarbeit und am Ende den sog. »Todesmarsch«. Nach über einem Jahr des Grauens konnte Magda Goldner mit ihrer Mutter und ihrer Schwester wieder nach Levice zurückkehren. 1994 wanderte sie nach Israel aus.

Interview am 18. Juli 2013 in Kiryat Ata, Israel.

Jizchak Haber

Jizchak Haber stammt aus Dynow in Polen und wurde im Jahr 1925 geboren. 1939 überfielen Nazis die Stadt, brannten die Synagoge nieder und ermordeten 300 bis 400 Juden. Als eines der »Kinder von Teheran« gelangte Haber nach einer Reise von insgesamt 20.000 Kilometern nach Israel.

Vortrag am 1. Mai 2018 in Maisenbach, Deutschland.

Pavel Hoffmann

Als Kind kam Pavel Hoffmann ins KZ Theresienstadt. Er hat als einziger seiner Familie den Holocaust überlebt und entkam 1945 mit dem sogenannten »Schweizer Transport« in die Freiheit. Er lebt heute in Reutlingen.

Vortrag am 27. Januar 2017 in Bad Liebenzell, Deutschland.

Zvi Kalisher

Zvi Kalisher wurde im Jahr 1939 von seinen Eltern – polnischen Juden – getrennt und entkam auf sich allein gestellt Hunger, Verfolgung und Tod. Er floh nach Israel, wo ihn im neuen Staat weitere Schrecken des Krieges erwarteten. Seine Geschichte erschien im Buch »Zvi – ein polnischer Junge auf der Flucht nach Israel« von Elwood McQuaid auch in deutscher Sprache.

Vortrag am 15. Mai 2002 in Sulz am Eck, Deutschland.

Josef Kalmanovicz

War zu Gast im Zedakah-Haus »Beth El« in Shavei Zion.

Interview am 21. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Ernest Kolman

Ernest Kolman ist der Neffe des jüdischen Mediziners Eugen Marx, der bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in Neuweiler praktiziert hat. Kolman hat seinen Onkel immer wieder besucht und somit einer der letzten Zeitzeugen der Judenverfolgung im Nordschwarzwald.

Vortrag am 29. September 2016 in Nagold, Deutschland.

Ruth Krammer

Ruth Krammer lebt in Regba, ganz in der Nähe des Freizeitheims von ZEDAKAH in Shavei Zion.

Interview am 21. Juli 2013 in Regba, Israel.

Ben Lesser

Ben Lesser wurde in Krakau geboren und wurde vom Ghetto nach Auschwitz deportiert. Im Todesmarsch gelangt er nach Buchenwald, von dort wird er nach Dachau gebracht. Nach dem Ende des Kriegs emigriert er in die USA.

Vortrag am 27. Januar 2018 in Bad Liebenzell, Deutschland.

Ben Lesser

Ben Lesser wurde in Krakau geboren und wurde vom Ghetto nach Auschwitz deportiert. Im Todesmarsch gelangt er nach Buchenwald, von dort wird er nach Dachau gebracht. Nach dem Ende des Kriegs emigriert er in die USA.

Vortrag am 25. Januar 2018 in Nagold, Deutschland.

Ella Liebermann-Shiber

Ella Liebermann-Shiber hat ihre schrecklichen Erlebnisse mit Zeichnungen verarbeitet, zu denen sie ihre Geschichte erzählt.

Illustrations-Serie »Am Rande des Abgrunds«

Vardit Meir

Geboren in Borken (Nordrhein-Westfalen), war Vardit Meir selbst nicht im KZ. Sie konnte über die holländische Grenze fliehen und dort Unterschlupf finden. Ihre Familie wurde ermordert.

Interview am 22. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Alda M.

Alda M. stammt aus Livorno (Italien), musste nicht im Ghetto leben, Livorno wurde auch »Paradies der Juden« genannt. Und doch kam der Judenhass auch hierher.

Interview am 24. März 2017 in Shavei Zion, Israel.

Mordechai Papirblat

»Mein Name ist ein Denkmal«, sagte er. Mordechai Papirblat war der einzige, der nach dem Holocaust noch diesen Nachnamen trug, nach dem deswegen auch unser Projekt benannt wurde. Papirblat war in Auschwitz und floh während des »Todesmarschs«.

Vortrag am 13. Oktober 2015 in Bad Liebenzell, Deutschland. Hebräisch mit Übersetzung.

Mordechai Papirblat

»Mein Name ist ein Denkmal«, sagte er. Mordechai Papirblat war der einzige, der nach dem Holocaust noch diesen Nachnamen trug, nach dem deswegen auch unser Projekt benannt wurde. Papirblat war in Auschwitz und floh während des »Todesmarschs«.

Vortrag am 21. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Mirjam Pollin

Mirjam Pollin erlebte die Zeit der Diskriminierung und Ausgrenzung von Juden vor dem Zweiten Weltkrieg als Kind. Im Wortlaut kann sie die Verse der judenfeindlichen Lieder der Nazizeit wiedergeben. Ohne ihre Eltern konnte sie Deutschland verlassen.

Vortrag am 27. März 2017 in Shavei Zion, Israel.

Ronny Reich

Ronny Reich wurde nach 1945 geboren, ist Archäologe und lebt in Modi'in in Israel. Er erzählt von seiner Mutter Herta Reich, die aus der österreichischen Stadt Mürzzuschlag stammt, von wo sie während des Zweiten Weltkrieges geflohen ist.

Interview am 28. März 2017 in Jerusalem, Israel.

Mascha Schapirstein

War zu Gast im Zedakah-Haus »Beth El« in Shavei Zion.

Interview am 22. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Theresa Schwarzmann

War zu Gast im Zedakah-Haus »Beth El« in Shavei Zion.

Interview am 21. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Chassia Selanski

War zu Gast im Zedakah-Haus »Beth El« in Shavei Zion.

Interview am 21. Juli 2013 in Shavei Zion, Israel.

Asher Ud

Ascher Ud wurde 1928 in Polen geboren. 1940 wurde er mit seiner Familie ins Ghetto umgesiedelt. Er kam 1944 nach Auschwitz, überlebte den Todesmarsch und wurde im KZ Gunskirchen schließlich befreit. Noch 1945 wanderte er nach Israel ein und verstarb am 29. August 2016 in Jerusalem.

Vortrag am 27. Januar 2015 in Bad Liebenzell, Deutschland.